„Es war einmal ein Stein, verdichteter Sternenstaub wie wir. Er wurde von Wind, Wetter und Naturwesen geformt, er reiste, bewegt von Wasser und Eis, hatte lange Phasen der Ruhe und Stagnation. Vielleicht wurde ihm auch mal Gewalt angetan, oder er selbst wurde zur Waffe, zum Werkzeug oder zum Kunstwerk. Vielleicht lag er lange in der Tiefe eines Sees, in Dunkelheit und Kälte, mutterseelenallein. Keine Aussicht auf Licht. Doch die Jahrtausende vergingen, er wurde emporgeschürft, gelangte an die Oberfläche, genoss seine sonnige Zeit am Ufer, unbehelligt und stabil. Doch es blieb die Angst wieder zu fallen oder wehrlos zurück ins kalte Wasser geworfen zu werden.
Sonne, Mond und Sterne
Und genau das geschah auch – doch dieses Mal ist alles anders: Unser Stein landet nicht mit einem Platschen im Wasser und sinkt in die Tiefe, sondern kommt unbeschadet mit einem dumpfen Ton am glänzenden Eis auf, wird zu Musik und bekommt Sonnen- und Sternenzeit geschenkt, bis er durch die Frühlingswärme wieder hinabgeschmolzen wird ins Wasser, sanft und langsam.
Oder er wird vielleicht aufgehoben, mitgenommen, geht auf Reisen und findet einen neuen Platz für eine halbe Ewigkeit.- Eines hat sich der Stein sicher nicht vorstellen können, als er da unten am Grunde des Sees lag: dass er einmal auf dem Wasser liegen würde, im gleißenden Sonnenlicht. Dass er zur Inspiration für ihm fremde Wesen werden würde. Dass er fähig ist, sphärische Klänge zu erzeugen. Und dass er so hoch fliegen kann.“
Einsinkende Steine und auftauchende Gedanken
Als ich diese kleine Steine-Geschichte niederschrieb, saß ich am Ufer des stillen Ödensees in der Steiermark und lauschte einem Bläser, der dort von einem Steg aus getragene Musikstücke über das Wasser schickte. Anders als die Steine, die ich davor am zugefrorenen Salzburger Wallersee liegen sehen hatte, waren die Ödenseer Steine schon dabei, durch die Sonnenwärme in die matschige Eisfläche einzusinken. Diese Steine-Reise faszinierte mich irgendwie und ich ließ mich darauf ein, was die Steine mir zu erzählen hatten.
Selige Stein-Zeit am Wasser
Für mich gibt es ja fast nichts Schöneres, als am Wasser zu sein und Zeit mit den dort liegenden Steinen zu verbringen, sie zu berühren, zu bestaunen und mich von ihnen „finden“ zu lassen. Das habe ich auch am Ödensee getan, als diese Geschichte entstand. Als ich mich dann im Geiste mit mit den Steinen dort verband, kamen inspirierende Fragen zu mir, die ich gerne mit Dir teilen möchte. Du kannst schauen, ob Dich einzelne davon „anhüpfen“ oder Du willst sogar alle beantworten.
Geh einfach ganz intuitiv vor, vielleicht hast Du sogar einen Stein in deiner Nähe, den Du dabei halten und fühlen kannst.
Stein und Sein – Fragen für Dich
Wenn Du ein Stein wärst…
Wenn Du mit mir in diese magische, erdende und weise Steine-Energie eintauchen willst, dann ist vielleicht ein Steine-Workshop eine Idee für Dich. Ich biete nicht nur Präsenz-Workshops in Wien und Oberösterreich an, sondern auch Online-Steine-Workshops, für die Du ein Materialset zugesandt bekommst – entweder zu fixen Terminen oder als „Privatissimum“ nur für Dich zu Deinem Wunschtermin.
Natürlich findest Du in meinem Webshop auch jede Menge Steine in vielen Formen, Größen und Farben, die Dich auf Deinem Weg begleiten oder Dir und Deinen Lieblingsmenschen Freude bereiten.
das klingt wirklich magisch, am See zu sitzen und den Klängen lauschen, Fragen entstehen lassen.. danke für deine Gedanken – das ist schon eine Oase da bei dir am Attersee 🙂 lg Susi
Jaaaa, liebe Susi! Für mich ist Seezeit immer Seelenzeit…
Wunderschön geschrieben, das geht direkt ins Herz und innere Bilder werden lebendig. Dankeschön